Skip to main content

Sicher unterwegs: Versicherungen für Kite-Reisende

Begeisterte Kiter lockt nicht nur der Adrenalinschub beim Sport selbst, sondern es zieht sie auch oft in exotische Gefilde. Dabei ist es wichtig, für alle Fälle gerüstet zu sein. Speziell bei Fernreisen sind Kitesurf-Versicherungen eine gute Idee.

Die wichtigsten Reiseversicherungen für Kitesurfer

Gerade beim Kite-Urlaub, bei dem so viele neue Eindrücke gesammelt werden, bei dem es an Erfahrung mangelt und bei dem man so viel Spaß wie möglich haben will, ist Vorsorge besser als Nachsorge. Manche überschätzen ihr Können, wählen beim Ausleihen die falsche Ausrüstung oder kennen das Revier nicht: das erhöht das Unfallrisiko! Kommt es zu einer ernsthaften Verletzung, ist guter Rat teuer – vor allem, wenn die Reisekrankenversicherung fehlt. Entscheidet man sich hingegen für eine Reisekrankenversicherung, die sich teilweise mit dem Ticket buchen lässt, ist für den Ernstfall vorgesorgt. Sie deckt die Kosten für eine medizinische Versorgung im Reiseland, den Krankhausaufenthalt und eventuell den Rücktransport nach Deutschland (medizinische Evakuierung). Ein Rücktransport steht z. B. an, wenn man mit der Situation vor Ort nicht zufrieden ist, den dortigen Krankenhausaufenthalt verkürzen will oder wenn der behandelnde Arzt ihn aufgrund mangelnder Versorgung anordnet. Vor allem in Ländern wie den USA mit hohen Behandlungskosten lohnt sich die Reisekrankenversicherung. In Ländern der Europäischen Union und in den Schengen-Staaten hingegen ist sie eher überflüssig, da die heimische Krankenversicherung für die Kosten aufkommt.

Die Reiserücktrittsversicherung (RRV) und die Reiseabbruchversicherung (RAV) gehören ebenfalls zu den Klassikern, auf die bei einem Kite-Urlaub nicht verzichtet werden sollte. Müssen Urlauber – beispielsweise durch einen Krankheitsfall – die Reise kurz vor Antritt abbrechen, erspart ihnen die RRV den Großteil der Kosten für die Ticketstornierung. Die RAV tritt in Kraft, wenn der Urlaub aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses abgebrochen werden muss.

Spezielle Angebote für Kite-Reisende

Manche Versicherungen sind eigens auf Wassersportler und ihre Abenteuer zugeschnitten. So gibt es spezielle Kitesurf-Versicherungspakete, bei denen neben Reisekrankenversicherung, Reiserücktrittsversicherung und Reiseabbruchversicherung noch Optionen wie Umbuchungsgebührenschutz und 24-h-Notfall-Assistance integriert sind. Lohnenswert ist darüber hinaus eine Reisegepäckversicherung mit einem hohen Deckungsbetrag von bis zu 2.000 Euro. Apropos Gepäckversicherung: Herkömmliche Angebote reichen teilweise nicht aus, da Sportgepäck eine Besonderheit darstellt. In diesem Fall empfehlen sich spezielle Reisegepäckversicherungen ohne Beschränkungen für Sportgepäck, wobei manche bis zu einen Monat lang gültig sind.

Wer im Urlaubsland viel unterwegs ist, um gleich mehrere Kitespots zu entdecken oder den Kite-Urlaub mit einer Rundreise zu kombinieren, der ist mit einer Kaskoversicherung sowie einer Haftpflichtversicherung und einem Unfallschutz gut bedient. Empfehlenswert ist ein Kaskoschutz, der auch für gemietetes Equipment gilt. Manche Anbieter haben ein Paket für die Kitesurf-Versicherung zusammengestellt, andere decken die unterschiedlichsten Wasser- und Actionsportarten ab, darunter z. B. noch Windsurfen, Wildwasser-Rafting, Canyoning, Wakeboarding, Wasserski und Tauchen. Reisende, die nicht zu tief in die Tasche greifen wollen, sollten sich hingegen auf das notwendige Minimum beschränken und bei der Reisekranken- und Gepäckversicherung auf eine möglichst niedrige Eigenbeteiligung achten.

Nicht vergessen: Als Kitesurfer kommt man im europäischen Raum um eine private Haftpflichtversicherung nicht herum. Sie ist zwar nur bei sehr wenigen Revieren Pflicht, doch Experten raten zum Abschluss. Die Haftpflicht- und Materialversicherung greift, wenn das eigene fahrlässige Handeln Dritte gefährdet und wenn die Ausrüstung beschädigt oder gestohlen wird.

Bildquelle: (CC0) 772553 dapple1 – pixabay.com