Skip to main content

Ratgeber für Einsteiger: Richtig starten und landen

Eigentlich könnte man meinen, man müsse sich nicht viel Sorgen um das Starten und Landen beim Kitesurfen machen, denn viel wichtiger erscheint die Kontrolle bei Manövern auf dem Wasser. Dabei hat es sich erwiesen, dass so manch ein Missgeschick oder gar Unfall gerade beim Start- oder Landevorgang passiert. Hier sind deshalb wertvolle Tipps zu Start und Landung.

Konzentration und Vorbereitung sind wichtig

Oft sind die Surfer darauf aus, einen möglichst professionellen oder coolen Eindruck bei den Zuschauern und anderen Kitern zu hinterlassen. Das führt zu einer gewissen Rücksichtslosigkeit bei den Start- und Landemanövern und bringt ein erhöhtes Unfallrisiko mit sich. Besser ist es, die Thematik nicht als lächerlich anzusehen, sondern konzentriert bei der Sache zu sein. Natürlich sollte man gut vorbereitet sein. Es ist ein Muss, über die Wasserbedingungen, die Windrichtung und die Windstärke informiert zu sein. Danach wird das passende Material gewählt. Auf keinen Fall zu vergessen ist, dass genügend Platz nach Lee vorhanden sein muss. Das ist gerade in überlaufenen Urlaubsregionen in der Hauptsaison nicht immer der Fall.

Sicherheit ist das A und O

Ein dreistufiges Sicherheitssystem hat sich bewährt, wenn man sicher starten (und landen) will. Die erste Sicherheitsstufe umfasst das Loslassen der Bar. Am besten übt man die Hände-weg-Reaktion und macht sich damit vertraut, in welchen Situationen das Bar-Loslassen anzuraten ist. Die zweite Sicherheitsstufe widmet sich dem Betätigen des Quickrelease. Man löst das Quickrelease mit beiden Händen aus, wenn es ernst wird oder man eine Selbstrettung durchführen möchte. Da das System von Modell zu Modell bzw. Hersteller zu Hersteller im Detail anders funktioniert, ist das Üben vor dem Start wichtig. Was umfasst die dritte Sicherheitsstufe? Im letzten Schritt geht es um das Auslösen der Safety-Leash. Diese Option wird unterschätzt, kann aber nützlich sein, wenn es hart auf hart kommt. Für Anfänger seitlich oder vorne am Trapez angebracht, dient die ausgelöste Safety Leash dazu, dass alles davonfliegt.

Tipps zum Starten und Landen

Der Kiter prüft noch einmal alle Leinen und gibt das Startzeichen für den einhändigen Start. Üblich ist der Assisted Launch, der Startvorgang mit Helfer. Der Starthelfer steht so hinter dem Drachen, dass er den Kite quer zum Wind hält. Sobald der Daumen im Startsignal nach oben kommt, lässt der Helfer den Kite los. Am Windfensterrand wird der Kite vom Surfer dosiert nach oben gesteuert. Die Bar hält man im rechten Winkel zu den Frontleinen am Druckpunkt, und zwar mit frei ausgedrehten Steuerleinen. Bei elf Uhr oder ein Uhr legt man die zweite Hand auf die Bar und sorgt für etwas Gegendruck. Dann kann es losgehen. Beim einhändigen Landen wird erst einmal das international gültige Kopfdeckel-Signal gegeben. Der Kitesurfer wartet auf Rückmeldung vom Landehelfer. Anschließend steuert man den Kite am Windfensterrand dosiert nach unten. Es ist wichtig, dass die Bar nur minimal bewegt wird. Bitte nicht den Schirm zu schnell Richtung Boden lenken! Der Kiter wartet sodann, bis der Helfer den Kite sicher in seinen Händen hält. Wenn möglich ist immer das Starten und Landen mit Helfer in Betracht zu ziehen. Zum Üben entscheiden sich Einsteiger idealerweise für wenig Wind.