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Kitereise nach Tarifa – Surfertraum im tiefen Andalusien

Tarifa liegt an der südlichsten Spitze Europas und ist damit nur wenige Kilometer von Afrika entfernt. Neben andalusischer Sonne bietet die kleine Stadt in Spanien aber auch perfekte Voraussetzungen zum Kiten und Surfen, denn Tarifa gilt als einer der windigsten Plätze in ganz Europa. Neben ausgezeichneten Windstatistiken punkten gleichzeitig auch die angenehmen Temperaturen, sodass sich eine Kitereise in die Region allemal lohnt. Diesen Trend haben übrigens auch etliche Kiteschulen für sich entdeckt, aus diesem Grund ist dort die Dichte an Schulen und Shops höher als an jedem anderen Spot. Das macht Tarifa allerdings auch zu einem idealen Gebiet, um das Kiten zu erlernen.

Tarifa als Kitespot

Mit einem 12 km langen Sandstrand und grundsätzlich nur wenigen steinigen Stellen bieten sich in Tarifa vor allem drei Hauptspots zum Kiten an, das sind zum einen der Valdevaqueros Beach, der Spot am Hotel Hurricane und der Los Lances Beach.

  • Valdevaqueros Beach – Flachwasserrevier mit Kabbelwellen. Zeitweise kann das Surfen hier sehr anspruchsvoll werden, da je nach Windrichtung auch Wellen mit bis zu 3 Metern möglich sind. Der Spot eignet sich aufgrund seiner Größe problemlos zum Kiten oder zum Windsurfen.

  • Hotel Hurricane – der Einstieg ist hier etwas steiniger als an anderen Spots der Region, ansonsten erwartet die Surfer ebenfalls Flachwasser mit Kabbelwellen. Dieser Spot ist jedoch mehr für das Windsurfen reserviert.

  • Los Lances Beach – neben einem Flachwasserrevier mit Kabbelwellen müssen hier lediglich kleinere Wellen erwartet werden, wobei das Revier vornehmlich an die Kiter gerichtet ist.

Allgemein betrachtet sind die Spots in Tarifa vor allem für Freeride, Freestyle, Race, Speed und Sprünge geeignet, wobei die Begrenzung zwischen Kiten und Windsurfen in der Nebensaison nicht so eng gesehen wird. In der Hauptsaison jedoch sollten sich Besucher in jedem Fall an die Vorschriften halten, zumal dann auch viele Schwimmgäste an den Stränden anzutreffen sind.

Alternativprogramm bei Flaute

Sollte ausnahmsweise einmal kein Wind aufkommen, so bietet Tarifa Touristen und Sportlern glücklicherweise aber noch viele andere Highlights. Angesagt sind unter anderem Kulturausflüge sowie Mountainbiken oder Reiten. Wer hingegen dennoch in Wassernähe bleiben möchte, der kann auch auf SUP und Wellenreiten ausweichen. Rund 30 Minuten entfernt befindet sich außerdem der Ort Palmones, der als sehr guter Ausweichspot genutzt werden kann. Ein Nachtleben hat Tarifa selbstverständlich auch zu bieten, wobei insbesondere die vielen kleinen Bars erwähnenswert sind. Hier trifft andalusische Atmosphäre auf den typischen Kiter- & Surfer-Lifestyle.

Surfschulen und Einstiegsmöglichkeiten in den Kitesport

Da Tarifa über eine besonders große Anzahl von Kiteschulen verfügt, bietet sich der Ort bestens für Anfänger an, wie so oft sollte allerdings auch hier zunächst die Spreu vom Weizen getrennt werden. Alle Schulen kämpfen aufgrund der hohen Konkurrenz um ihre Kunden und bieten deshalb nicht selten attraktive Dumpingpreise – oftmals spiegelt sich das aber auch in der Qualität der Kurse wieder, sodass gelegentlich sogar Schüler ohne Helm und Sicherheitsvorkehrung auf das Wasser gelassen werden. Die Wahl einer passenden Surfschule sollte daher nicht auf den erstbesten Betrieb fallen, sondern besser wohlüberlegt sein. Zu beachten beim Kiten in Tarifa ist außerdem, dass der Levante, also der schräg ablandige Wind, sehr stark werden kann und Windstärken von bis zu 8 erreicht – gerade für Anfänger kann es dann gefährlich werden, auch deshalb sollte in jedem Fall eine gute Kiteschule in Erwägung gezogen werden.

Bildquelle: © EvanTravels – Fotolia

Autorin: Denise Orlean (Google+ Profil)