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King of the Air 2015 – ein Rückblick auf die Highlights

Zum dritten Mal in Folge fand in Kapstadt in Südafrika das Kitesurf-Event Red Bull King of the Air statt. Vor knapp einem Monat, Mitte Februar, war es soweit, dass sich die Sportler auf Meer und in die Lüfte wagten. Wir werfen einen Blick auf die Veranstaltung an sich und die diesjährigen Highlights.

Allgemeine Informationen zu King of the Air von Red Bull

2000 wurde das internationale Kite-Event Red Bull King of the Air – treffenderweise “König der Lüfte” genannt – zum ersten Mal abgehalten, und zwar auf der Hawaii-Insel Maui. Damals drehte sich alles um Kites voller Power, Surfer voller Risikofreude und einen Wassersport, der sich so langsam zur globalen Trendsportart entwickelte. Fünf Jahre lang suchten sich die Veranstalter gemeinsam mit dem Sponsor Red Bull die aufregendsten Spots rund um den Globus aus und trugen zur wachsenden Popularität von Kitesurfing bei. Eine Entwicklung weg von gewagten Sprüngen und luftigen Höhen und hin zu Styles, kunstvollen Tricks und moderner Technik ließ sich dabei beobachten. Es ging immer weniger um die Luft und mehr um Action in Wassernähe, sodass man das King of the Air Festival einstellte.

2007 ließen berühmte Kiter wie Ruben Lenten den alten Drang zur halsbrecherischen Akrobatik in der Luft wiederaufleben, indem sie unter stürmischen Bedingungen surften und versuchten, so hoch hinaus wie möglich zu kommen. Der Mega Loop wurde so geboren. 2013 entschloss man sich schließlich dazu, Red Bull King of the Air wieder durchstarten zu lassen, und das am Strand von Cape Town im Süden von Afrika. 24 Kiter aus neun Ländern traten gegeneinander an. Die Top 12 ging 2014 erneut an den Start. Ihnen schlossen sich 12 neue Teilnehmer an, um vor 12.000 Zuschauern hoch hinaus zu kiten.

Die Highlights von Red Bull King of the Air 2015

Die unbeständigen und ungewöhnlichen Windbedingungen machten den Wettbewerb in diesem Jahr teilweise schwer. So musste das Halbfinale der Heats (16. Runde) abgesagt und auf den nächsten Tag verlegt werden. Beim Re-Run am Sonntag, den 15. Februar, waren die Konditionen aber ideal, sodass es Spektakuläres zu bestaunen gab. Top-Favorit Ruben Lenten stürzte jedoch und zerstörte dabei nicht nur seinen Kite, sondern verletzte sich auch an der Hand und musste somit frühzeitig ausscheiden.

Die Surfer Steven Akkersdijk, Jerrie van de Kop, Aaron Hadlow und Sam Light traten beim Halbfinale gegeneinander an, wobei sie diverse atemberaubende Mega Loops und Handle Passes in 15 m Höhe zur Schau stellten. Das Finale (Heat 17) wurde zwischen Aaron Hadlow, Kevin Langeree (Vorjahres-Sieger), Jerrie van de Kop und Jesse Reichmann (Vorjahres-Teilnehmer) ausgetragen. Kevin Langeree aus den Niederlanden schaffte es 2015 auf den zweiten Platz. Brite Aaron Hadlow setzte sich durch und wurde zum amtierenden “King of the Air” gekürt. Er durfte sich auf die kuriose Red Bull Trophy freuen, die einer afrikanischen Stammesmaske nachempfunden ist. Jede der drei gehörnten Masken/Trophäen hatte im Laufe der Jahre eine andere Dekoration mit besonderer Bedeutung. 2013 handelte es sich um eine 60-jährige Kriegs-Maske aus Gabon mit Springbockhörnern. Die 50-jährige 2014er-Maske wurde aus Swasiland bezogen und krönte einst den besten Kämpfer im Stamm. Die Siegertrophäe für 2015 kommt aus Südafrika, ist 65 Jahre alt und wurde bei Krönungszeremonien eingesetzt.

Autorin: Devika Fernando (Google+ Profil)
Bildquelle: (cc) Antranias – pixabay.com