Vor der Nordwestküste Deutschlands befinden sich insgesamt sieben Inseln. Eine davon nennt sich Baltrum und zählt zu den angesagtesten Kitespots an der Nordsee. Da es sich hierbei um eine Insel handelt, muss man eine 30minütige Fährfahrt mit einkalkulieren. Da die Insel Baltrum nicht nur ein Kitespot, sondern ein Erholungszentrum für viele Touristen ist, sind zwar die Unterkünfte en masse vorhanden, aber doch sehr teuer. Auch der Strand selber stellt den Kitern zwar genügend Platz zu Verfügung, aber dennoch gibt es abgesteckte Bereiche für Badegäste. Diese sollten von den Kitern weitest gehend vermieden werden. Auch ein Naturschutzgebiet liegt in der Verbotszone der Lenkdrachen.
Die Anreise erfolgt über Bremen auf die A29 in Richtung Oldenburg. Von hier aus fährt man den Schildern nach. Zunächst folgt Norden, dann Baltrum bis hin zum so genannten Nessmersiel. Von hier aus startet die Fähre zur Insel.
Aufgrund der unterschiedlichen Wasser- und Windmöglichkeiten, können hier sowohl die ersten Kiteübungen der Anfänger statt finden, als auch das Profi-Kiten auf bis zu 3 Meter hohen Wellen. Da der Tourismus hier sehr ausgeprägt ist, findet man alles vom Kite-Verleih bis hin zur Schule und zum richtigen Shop. Aus diesem Grund ist auch eine Unterkunft leicht auffindbar.
Die Gefahren an diesem Spot in der Nordsee sind jedoch schon ein wenig weitreichender. Neben den gewöhnlichen Badegästen, muss man auch auf die Strömung und auf mögliche Wellenbrecher achten - der Strandschutz kommt hier ebenfalls nicht selten zum Einsatz. Am besten können hier die auflaufende Tide und das Niedrigwasser genutzt werden. Für manche ist sogar die Flut mit bis zu 2,5 Meter hohen Wellen kein Kite-Hindernis.
Auch hier findet man ein vorherrschendes Tiefdruckgebiet, das bei Nord-, und West-Winden den Kite ab und an zum Wassersturz bringen kann. Am sichersten fliegt man mit dem Kite drei Stunden vor und nach der Flut. Im Allgemeinen ist der Strand leicht zu erreichen.
