Gotthun und Gotthun Nitschow sind eher Anlaufstellen für den fortgeschrittenen Kiter. Man kann mit etwa 50 Metern noch relativ weit im Wasser waten. In Gotthun stellen die Reusen im Osten, eine kleine Behinderung für das freie, sorglose Kiten dar. Die beiden Orte sind von der A24 über die A19 und Abfahrt Röbel gut mit dem Auto zu erreichen. Generell dürfte der Kitespot für jeden leicht zu finden sein.
Ein kleines Manko des Müritzsees sind die im Verhältnis zu anderen Binnengewässern etwas umfangreicheren Naturschutzbestimmungen. Dafür ist er groß genug, um diesen gesperrten Bereichen auszuweichen. Für die nötigen Schlafmöglichkeiten ist gesorgt, denn an allen Kitespots befinden sich Campingplätze mit dazugehörigen Parkplätzen. Daher sind die Wege von der Unterkunft zum Wasser mit Kite und Board angenehm kurz und die kleinen Unkostenbetiräge zur Wassernutzung an einigen der Kitespots schnell vergessen.
Aufgrund seiner Größe kann der Wind über dem Müritzsee für ein Binnengewässer ungewöhnlich viel Kraft entwickeln. Die dementsprechend hohen Wellen eignen sich hervorragend für die Durchführung diverser Kitesurf–Tricks. Unerfahrene Liebhaber dieses Sports werden die konstanten Bedingungen und den großen Stehbereich schätzen. Eine Surfschule in Boek ist ebenfalls vorhanden. Eine weitere befindet sich in Waren. Allerdings vorrangig für Windsurfing und sonstige andere Wassersportarten.
Ein weiterer Vorteil eines großen Sees sind die großen Sandstrandbereiche. Das macht den Urlaub an der Müritz für Familienmitglieder oder Freunde, die keine Kiter sind, mindestens genau so angenehm.
