Wie finde ich die richtige Kitegröße?

Wie finde ich die richtige Kitegröße?

Wer sich an das Kitesurfen heranwagt, der hat viel zu beachten. Viele stellen sich die Frage, wie groß das Board und der Kite sein sollten. Die richtige Kitegröße hängt von mehreren Faktoren ab.

Welche Anhaltspunkte gibt es?

  • das Körpergewicht und die Körpergröße
  • das Revier für das Kitesurfen mit der Windstärke und den Wasserbedingungen
  • Board-Typ & Fahrkönnen

Allgemein ist zu beachten, dass leichte Personen mit einem kleinen Kite gut bedient sind, während man bei höherem Gewicht einen größeren Lenkdrachen benötigt. Jemand, der rund 85 kg wiegt, könnte sich als Anfänger für einen 142 cm großen Kite entscheiden. Eine dünnere Person würde hiermit zu leicht abheben. Da die Kitegröße und die gesamte Konstruktion inklusive Sicherheits Quick Release und Ähnlichem auf das Gewicht abgestimmt sind, sollte man bei der Kitewahl wohlbedacht vorgehen. Es mag gewichtigeren Kitesurfern schwerer fallen, das QR auszulösen, weil das Kontrollsystem auf das Körpergewicht hin konzipiert wird.
Nicht nur der Kite, sondern auch das Board hängt von den Körpermaßen ab. Die Boardbreite variiert zwischen 26 bis 52 cm, während die Länge zwischen 120 cm und 165 cm liegt. Je höher das Körpergewicht ist, desto breiter sollte das Kiteboard sein, um den Surfer sicher zu tragen und gut zu gleiten. Wer groß ist, benötigt zudem in der Regel ein längeres Board, bei dem die Fußschleifen weiter voneinander entfernt sind.
Will man wissen, welcher Kite für welche Windgeschwindigkeit geeignet ist, sollte man erst einmal das angestrebte Revier unter die Lupe nehmen. Oft gibt der Kursanbieter Aufschluss über die Windstärke in Knoten und die Windrichtung sowie die Wasser- und Startbedingungen. Eine generelle Windeinsatzbereich-Tabelle hilft weiter, da sie die Windstärke in Knoten der geeigneten Kitegröße gegenüberstellt. Sie geht meist von einem Durchschnittsgewicht von 75 kg aus.

Je größer der Kite ist, desto mehr Wind nimmt er auf und desto schneller geht es voran. Ideal ist die Kombination aus größeren Boards und kleineren Kites, damit man in den Rausch der Geschwindigkeit kommt. Wer Unhooked-Tricks oder andere Kunststücke ausprobieren will, sollte sich für einen kleineren Lenkdrachen entscheiden. Etwas gewichtigere Menschen mit Vorkenntnissen sind mit einer Fläche von 12 bis 15 qm gut beraten, wohingegen Lernende mit geringerem Gewicht sich für 8 oder 10 qm Fläche entscheiden sollten.
Abgesehen davon eignen sich verschiedene Boards für bestimmte Reviere und Arten des Kitesurfens. Inzwischen haben sich die Twin Tips für das Fahren in beide Richtungen ohne Fußwechsel eingebürgert. Nicht zuletzt kommt es auf die Bar an. Bei Anfängerkursen bevorzugen manche einen 2-Leiner mit eingeschränkter Depower des Lenkdrachenschirms. 4-Leiner bieten viele Steuerungs- und Lenkmöglichkeiten und 5-Leiner zeichnen sich durch mehr Sicherheit und Stabilität aus. Diese Modelle passen zu verschiedenen Board- und Kitegrößen. Das eigene Fahrkönnen muss dabei auf jeden Fall realistisch eingeschätzt werden.

Tipps für Einsteiger

Unter Berücksichtigung der oben genannten Faktoren wird dazu geraten, ein großes Kiteboard und einen größeren Kite zu wählen, da Einsteiger bei Leichtwind starten und sich erst einmal an Freeriding und nicht an Sprüngen versuchen. Die größere Auflagefläche bietet besseren Halt.

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Autorin: Devika Fernando (Google+ Profil)