Top 4 Länder für das Kitesurfen in Südamerika

Top 4 Länder für das Kitesurfen in Südamerika

Brasilien

Nicht nur Nordamerika, sondern auch Südamerika ist wunderbar dazu geeignet, einen spannenden Kite-Urlaub zu verbringen. Dabei gilt im Süden dasselbe wie im Norden: Die Ostseite und die Westseite bieten teilweise komplett andere Bedingungen. Die Ostküste ist der Rückseite der Wettersysteme ausgesetzt, die Westküste der Vorderseite. Zudem verlaufen die Strömungen anders und bringen daher anderes Wetter und Klima mit. Im Westen ist mit niedrigen Wassertemperaturen zu rechnen, im Osten mit Wärme und beinahe karibischen Zuständen. Man sollte dabei aber nicht verallgemeinern, denn auch von Land zu Land gibt es unterschiedliche Gegebenheiten. Hier ist ein kurzer Überblick über die fünf beliebtesten Kitespots bzw. Kitesurf-Länder in Südamerika.

1. Brasilien – Cumbuco

Gleich zehn Kitespots in Brasilien locken Touristen aus aller Welt an, wobei der Urlaub gern mit einem Aufenthalt in Rio de Janeiro kombiniert wird. Zu den Highlights gehört Cumbuco, weniger als eine Stunde vom Flughafen Fortaleza entfernt. Die Süßwasserlagune mit ihrem flachen Wasser gehört zu den faszinierenden Eigenheiten von Cumbuco. Kleine Wellen und ein Brandungsrevier im Küstenbogen sorgen für Herausforderungen. Der Wind ist schön konstant und weht side-onshore von rechts. Wem dieses Revier zu überfüllt ist, der hat Alternativen wie Prea (mit der Düne für Sundowner und hoher Windsicherheit) und Barra Grande (Macapa) zur Auswahl. Flaches Wasser und ideale Bedingungen für Einsteiger genauso wie für Fortgeschrittene und Profis sprechen für den Kite-Urlaub in Brasilien.

2. Peru – Paracas

Auf den Spuren der Inka kann man in Peru nach Herzenslust Urlaub machen. Nicht weit von der Landeshauptstadt Lima entfernt befindet sich das beliebte Revier Paracas, eine Halbinsel mit herrlich zuverlässigen Windbedingungen und mehreren Kitespots (Santa Domingo, San Andres, Atenas, La Chanca). Trockenes Klima und niedrige, aber konstante Wassertemperaturen zeichnen das Gebiet aus. Der Kitespot ist vor allem von Oktober bis Mai (also in den deutschen Wintermonaten) ans Herz zu legen, denn dann kann man sich auf stärkeren Wind dank lokaler Thermik freuen. 18 bis 20 Knoten oder nachmittags mehr sind Standard. Von Dezember bis März ist das Wasser meist warm genug, um sich den langen Neoprenanzug zu sparen und im Shorty zu kiten.

3. Chile – Bahia Inglesa

Soll es fernab vom Massentourismus spaßig zugehen und darf es gern abenteuerlich sein, dann ist der Kitespot Bahia Inglesa in Chile eine gute Idee. Er liegt mitten in der Wüste Atacama, ist nicht überlaufen und bietet ab Mittag sehr gute Windbedingungen. Ein langer Neoprenanzug ist das ganze Jahr über empfehlenswert. Die runde Bucht ist sehr groß und bietet für die meisten Windrichtungen einen geeigneten Sideshore-Spot.

4. Venezuela – Isla los Roques

In Venezuela gibt es ebenfalls mehrere Reviere zur Auswahl. Beliebt ist die Isla los Roques, die das ganze Jahr über Wassertemperaturen von rund 24 Grad bietet und bei der man auf den Neoprenanzug verzichten kann. Für den Kitespot spricht, dass er flaches, kristallklares Wasser sein Eigen nennt und viel Freiheit und Platz bietet. Ein schützendes Riff und konstante Winde sorgen für ideale Bedingungen. Der Wind weht side-offshore. Erreichbar ist die zu Venezuela gehörende Insel per Flugzeug von Caracas aus. Die beste Saison ist von März bis Juni, wobei der Kitespot alles andere als überlaufen ist.

Bildquelle: 3330037332 Rodrigo Soldon – Flickr.com (Bestimmte Rechte vorbehalten)