Tipps für Anfänger: Die 5 häufigsten Fehler beim Kiten

Tipps für Anfänger: Die 5 häufigsten Fehler beim Kiten

Kitesurfer

Kitesurfen mag ein Trendsport sein, den immer mehr für sich entdecken, doch bei all dem Spaß, den Herausforderungen und dem leistungsstarken Equipment sollte man nicht das Risiko vergessen. Es zahlt sich aus, gut vorbereitet an den Kitesport heranzugehen. Hier gibt es einen kurzen Überblick über die häufigsten Fehler, die Anfänger machen, und die es zu vermeiden gilt.

Fehler 1: keinen Kitekurs absolvieren

Manch einer hat vielleicht schon Freunden und Bekannten beim Kiten zugesehen oder wagt im Zuge der Familie im Urlaub die ersten Schritte – doch hier ist Vorsicht geboten. Selbst wer aufmerksam beobachtet, Fragen stellt und hautnah mit dabei ist, kann dies nicht durch die eigentliche Erfahrung und eine professionelle Ausbildung ersetzen. Es ist immer eine gute Wahl, einen Kitekurs zu buchen und sich mindestens mit dem wichtigen Grundwissen vertraut zu machen. Tipps und Tricks zur Ausrüstung und zur richtigen Verhaltensweise, theoretische und praktische Anweisungen und sogar lebensrettende Ratschläge machen den Einstieg nicht nur leichter, sondern auch sicherer. Kiteschulen sind oft in der Nähe von Kiterevieren angesiedelt und bieten unterschiedliche Kurse in Gruppen oder sogar Einzelunterricht.

Fehler 2: sofort ins Wasser gehen

Es ist auf jeden Fall hilfreich, vorher an Land Trockenübungen zu absolvieren. Frei nach dem Motto „Übung macht den Meister“ sollte man etliche Wiederholungen durchführen, bis die Bewegungsabläufe in Fleisch und Blut übergehen. Dabei hilft es, sich die Bewegungen nicht nur vorzustellen, sondern sie auch zu fühlen und dann mit dem Drachen durchzuführen. Man sollte dabei einen Anfängerfehler vermeiden: Viele stellen sich vor, was sie nicht tun bzw. was sie vermeiden sollen. Das bewirkt aber eher das Gegenteil, denn die falschen Bewegungen bleiben so im Gedächtnis, statt dass man sich die richtigen vorstellt. Man sollte bei den Trockenübungen nicht springen.

Fehler 3: bei der Ausrüstung nur auf den Preis achten

Sicher kann es ein wenig teuer sein, sich gut auszurüsten, aber es kommt beim Kiten wie in vielen Belangen des Lebens auf die Qualität an. Markenprodukte von bekannten Herstellern wurden mehrfach getestet, sind verlässlich und werden mit vielen Situationen fertig. Es sollte keinesfalls planlos gekauft werden, sondern auf Bewertungen und Kommentare sowie Features geachtet werden. Manche Boards und Kites sind nämlich nur für bestimmte Stile wie Freestyle geeignet, andere sind für Einsteiger zu anspruchsvoll zu handhaben oder lassen es an Sicherheit mangeln.

Fehler 4: eine Boardleine verwenden

Die Verwendung einer Boardleine ist verlockend, da man so bei kleinen Missgeschicken das Board nicht im Wasser verliert, doch genau darin liegt das Problem: Nur ohne Boardleine lernt man den so wichtigen Bodydrag, der im Ernstfall lebensnotwendig ist. Der Bodydrag sollte unbedingt erlernt und geübt werden, wobei man hier vom Kite durch das Wasser gezogen wird, ohne auf dem Brett zu stehen. Das hilft später dabei, das Board wiederzufinden und sicher an den Strand zurückzukehren. Statt der Boardleine sollten Anfänger eine Safetyleash benutzen.

Fehler 5: in die Leinen greifen

Kitesurfer dürfen niemals in die Leinen greifen, insbesondere nicht auf dem Wasser. Das kann sonst zu Unfällen führen. Besser ist es, sich gründlich mit dem Safetysystem des Kites zu befassen, vor allem mit dem Quickrelease der Bar.

Bildquelle: © Ben_Kerckx (900286) – pixabay.com