Neuer Kitesurf-Rekord beim Red Bull Coast 2 Coast Marathon

Neuer Kitesurf-Rekord beim Red Bull Coast 2 Coast Marathon

Kitesurfen auf Fehmarn

Am 19. September 2015 wurde in Deutschland ein neuer Kitesurf-Weltrekord aufgestellt: Der Strand von Fehmarn vereinte für den Kitesurf-Marathon Coast 2 Coast von Red Bull sage und schreibe 500 Kitesurfer auf einmal. Gleichzeitig ging es an den Start, um zweimal nonstop den Fehmarnbelt zu überqueren.

Coast 2 Coast – Red Bull 2015: ein neuer Rekord

2013 hatte der Kitesurf-Marathon von Fehmarn in Richtung Dänemark bereits eine Welle der Begeisterung ausgelöst, und für dieses Jahr hatte sich der Organisator und Sponsor Red Bull etwas Besonderes ausgedacht: Während vor zwei Jahren bei der Premiere des einzigartigen Events 350 Teilnehmer mit von der Partie waren, sollten es dieses Jahr bis zu 600 werden. Auch dieses Mal hatte man sich ein hehres Ziel gesetzt, denn für den Marathon mussten die Teilnehmer eine etwa 40 km Tour auf sich nehmen. Der Startpunkt war der Niobe-Strand bei Gammendorf. Von dort aus führte der Kitesurf-Marathon über die Ostsee nach Dänemark und von Lolland aus wieder zurück zum Startpunkt – und das ohne Pause. Nur die Besten der Besten sind so einer Herausforderung gewachsen, die durchaus gewagt und riskant ist. Daher wurden 2015 aus den fast 1.500 Kitern, die sich beworben hatten, nur 500 ausgewählt. Diese Surfer kamen aus insgesamt 19 Ländern und nahmen zum Teil sogar die lange Reise aus Kanada und den USA auf sich, um an dem Wettkampf teilzunehmen und gemeinsam einen neuen Rekord im Kitesurfen aufzustellen.

Am Ende ist jeder ein Sieger

Im Endeffekt durften sich alle auf einen Sieg freuen, denn mit 500 Kitern am Start wurde der Weltrekord gebrochen. Nicht nur Profis, sondern auch einige Laien nahmen die sonst von Fähren befahrene Strecke – 20 km hin und ohne Zwischenstopp 20 km zurück – auf sich. Das diesjährige Red Bull Coast 2 Coast wird einer Berühmtheit in der Kitesurf-Szene ein Dorn im Auge sein: Eigentlich hatte Richard Branson (der Chef von Virgin) vorgehabt, auf der zu England gehörenden Insel Hayling seinen eigenen Guinness-Weltrekord zu brechen und mit 352 Kitesurfern an den Start zu gehen.

Dieses Jahr ging es um 11.30 Uhr los, und das gut ausgerüstet mit Directional Board oder Twintip sowie GPS-Tracking. Der Niobe-Strand bot gerade genug Platz für die 500 Teilnehmer, die sich auf 750 m einfanden und auf das Startsignal warteten. Für die Teilnehmer bedeutete der Massenstart höchste Konzentration, doch Dabeisein war alles. Unter den Kitern befanden sich auch die deutschen Stars Florian Gruber und Linus Erdmann, die bei Wettbewerben eigentlich nie fehlen. Gruber – amtierender Sieger des Kitesurf Worldcups 2015 in St. Peter-Ording – war schon vor zwei Jahren beim ersten Coast 2 Coast Marathon dabei und wurde damals Vierter. Er sagte bei einem Interview mit LN Online aus, dass es nicht nur auf Können an sich, sondern auch auf clevere Manöver im richtigen Moment sowie eine durchdachte Taktik und Durchhaltevermögen ankomme. All dies hat ihm dieses Jahr zum Sieg verholfen, da er für die Überquerung des Fehmarnbelts nur 1 Stunde, 6 Minuten und 20 Sekunden brauchte. Zweiter wurde Jannis Maus (1:06:59) und Dritter Rolf van der Vlugt (1:11:24). Katja Roose war mit einer Zeit von 1:23:17 die schnellste Frau.

Bildquelle: © Tobias Haase – flickr.com (Bestimmte Rechte vorbehalten)