Kite-Urlaub am anderen Ende der Welt: Kitesurfen in Neuseeland

Kite-Urlaub am anderen Ende der Welt: Kitesurfen in Neuseeland

Orewa Beach

Sehnt man sich nach dem Reiz des Unbekannten und hat kein Problem mit langen Reisen, dann ist Kiten in Neuseeland die perfekte Wahl. Während das Nachbarland Australien in dieser Hinsicht erschlossen und bekannt ist, kann man in Neuseeland noch weitgehend ungestört und ohne Massentourismus kiten, ohne dabei auf touristische Annehmlichkeiten und Abwechslung verzichten zu müssen.

Kitesurfen auf North Island

Neuseeland ist ein Inselstaat im südlichen Pazifik, der zwar sehr weit von Europa entfernt ist, aber zum Teil einst von europäischen Siedlern beeinflusst wurde. Das in der Landessprache der Maori Aotearoa genannte Land setzt sich aus zwei Hauptinseln zusammen und befindet sich rund 1.700 km von Australien entfernt. Insgesamt verfügt das Land über rund 15.000 km Küstenlinie, doch nicht überall ist der Kitesport möglich. Die Südinsel ist ein wenig größer als die Nordinsel, aber Letztere lockt mit zahlreichen Kiterevieren und Highlights für den Kite-Urlaub in Neuseeland. Die North Island freut sich über ein etwas wärmeres Klima, das bessere Bedingungen für den Wassersport nach sich zieht. Die Hauptstadt Wellington sowie die Städte Auckland, Wairarapa und Taranaki verfügen über mehrere Kitespots, Unterkünfte in allen Preisklassen und andere Touristenattraktionen. Hauptsaison ist von Oktober bis April, weil zu jenem Zeitpunkt die Windwahrscheinlichkeit und die Temperaturen höher sind. Außer im Januar und im Februar – in den Sommermonaten mit rund 20 Grad oder etwas mehr – ist ein langer Neoprenanzug anzuraten. Die Wassertemperatur liegt durchschnittlich bei 16 bis 20 Grad. Der Wind weht für gewöhnlich aus dem Südwesten, manchmal auch aus dem Osten. Weniger geeignet sind die Wintermonate wie rund um den Juli, in denen es merklich abkühlt.

Kitespots und Besonderheiten

Beim Kiten in Neuseeland auf der Nordinsel stehen sowohl Reviere für Anfänger als auch für Fortgeschrittene und für Profis bereit. Zu den Flachwasserkitespots, die sich u. a. für Einsteiger und Familien eignen, gehören Raglan, Waikanae Beach, Whitirea Park Bay und Eastbourne bei Wellington sowie Jenkins Bay, Eastern Beach, Browns Bay und Island Bay bei Auckland. Raglan ist eine charmante Kleinstadt, bei der man ungestört kiten kann. Profis auf der Suche nach Wavespots mit hohen Wellen kommen bei Weld Road auf ihre Kosten und Wavespots mit mittleren Wellen findet man vielerorts entlang der Küste. Zu den empfehlenswerten Kitespots für fortgeschrittene Kiter gehören z. B. Kaitarahiki, Orewa Beach, Shakespeare Park, Takapuna, Waitara und East End. Im Umland von Nelson befinden sich ebenso mehrere Kitespots.

Der Wellengang an den Wavespots gilt als sauber, und man kann manchmal sogar mit masthohen Wellen rechnen. Kite-Schulen sind in der Nähe der bekannten Kitereviere vorhanden, sogar teilweise mit deutschsprachigem Personal und natürlich mit Ausrüstung zum Ausleihen. Wer genug vom Wassersport hat, kann in den Städten auf Sightseeing-Tour gehen oder die meist wilde, wunderschöne Landschaft erkunden. Seen, Fjorde, schneebedeckte Berge, Gletscher und grüne Weiden mit Schafen locken zur Erkundung der Natur ein. Die Halbinsel Karikara eignet sich für Backpacking, Angeln, Campingurlaub oder einfach nur für einen Badeurlaub am Strand. Will man unbedingt die Südinsel unsicher machen, gibt es Kitespots rund um die Stadt Christchurch. Wer lieber im Wasser statt an Land Abenteuer erlebt, kann neben dem Kiten dem Windsurfen und dem Wakeboarden eine Chance geben.

Bildquelle: Orewa Beach #99819840 | © Daniel Poloha – Fotolia.com