Ab wann dürfen Kinder kiten?

Ab wann dürfen Kinder kiten?

Kitesurfen als Kind

Befasst sich jemand näher mit dem Kitesport, wird er feststellen, dass das Risiko bei richtiger Ausbildung und Ausführung gar nicht einmal so hoch ist, wie dies manche behaupten. Speziell jüngere Erwachsene und Jugendliche finden den Extremsport faszinierend. Dementsprechend stellen sich Eltern die Frage: Ab wann dürfen Kinder das Kiten lernen? Hier gibt es eine Antwort darauf.

Keine allgemeingültigen Regeln

Zuallererst sollte darauf hingewiesen werden, dass es keine eindeutigen Vorschriften oder gar gesetzliche Regelungen dazu gibt, ab wann Kinder kiten dürfen. Weder ein unteres noch ein oberes Age Limit (Altersbegrenzung) wird angesetzt, noch muss ein Kitesurfer theoretisch ein Mindestgewicht besitzen, um das Wasser unsicher machen zu können. Was nimmt man also als Anhaltspunkt, wenn es kein generelles Mindestalter für das Kitesurfen gibt? Im Grunde kann und sollte die Entscheidung auf mehreren Faktoren basieren:

  • motorische Fähigkeiten und allgemeine physische Entwicklung des Kindes
  • Bereitwilligkeit des Kindes, den Kitesport zu erlernen
  • Wind- und Wasserbedingungen vor Ort
  • Möglichkeiten des professionellen Trainings
  • Gegebenheiten der Kiteschule
  • passende Ausrüstung

In der Regel muss jeder dieser Aspekte ausführlich analysiert werden, bevor man den Schritt wagt.

Kiten für Kinder: Ab wann ist es sinnvoll?

Es liegt im Ermessen der Kiteschule, ob sie Kurse für Kinder anbietet bzw. Kinder im dazugehörigen Kiterevier erlaubt. Manche Schulen und Vereine bieten bereits Kurse für Kinder ab acht Jahren an bzw. sehen das ideale Anfangsalter bei acht bis zwölf Jahren. Als Grund hierfür wird angeführt, dass in jener Altersgruppe die motorische Entwicklung ausreichend fortgeschritten und trainierbar ist, dass die Kinder beweglich sind und dass sie meist auch reges Interesse an den Kursen zeigen. In anderen Fällen akzeptieren Schulen nur Teilnehmer, die bereits das zwölfte Lebensjahr vollendet haben. Das gilt vor allem für Gruppenkurse. Werden jüngere Kinder trainiert, dann geschieht dies häufig in sehr kleinen Gruppen bzw. im Privatunterricht mit einem Trainer pro Kind oder pro zwei Kindern, damit dem kleinen Schüler volle Aufmerksamkeit geschenkt werden kann. Hierzulande haben sich einige Kiteschulen auf ein Mindestalter von 10 bis 11 Jahren festgelegt, im Ausland kann es sogar bei 14 Jahren liegen. Teenager werden in Gruppen unterrichtet, teilweise gemeinsam mit Erwachsenen, teilweise separat. In einigen Fällen – beispielsweise, wenn auch Equipment ausgeliehen wird – bestehen die Betreiber auf einem Mindestgewicht von 45 kg und/oder einer Mindestkörpergröße von 150 cm.

Abgesehen hiervon sollten Eltern sicherstellen, dass ihr Kind nicht nur gut schwimmen kann, sondern allgemein geschicklich und wendig ist und keine Angst vor dem Wasser und vor hohen Geschwindigkeiten hat. Eine gute körperliche Fitness und Kondition ist ein Muss, ebenso ein gewisses Verantwortungsbewusstsein und Disziplin beim Lernen. Nur, wenn Kinder gut zuhören und bereit sind, Anweisungen zu befolgen und ihre Grenzen nicht zu überschreiten, ist ihre Sicherheit gewährleistet. Selbstverständlich ist darüber hinaus auf eine geeignete Ausrüstung zu achten. In Fachgeschäften und bei manchen Kiteschulen gibt es die passenden Kites und Boards für Kinder und Jugendliche, wobei zusätzlich ein Neoprenanzug gekauft werden sollte. Auf keinen Fall ist ein zu großer Kite zu wählen, da sonst die Gefahr besteht, dass dem Wind zu viel Angriffsfläche geboten wird und dem Kind die Kontrolle schwerfällt.

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